Ich möchte mein Kind wieder verstehen

Das Familienzentrum lädt ein:

“Ich möchte mein Kind wieder verstehen”
Ein Vortrag von Gerald Niedeggen

(praktischer Arzt und Homöopath mit eigener Praxis in Höxter)

Am Dienstag, 29. April 2008, um 20.00 Uhr im
Kindergarten Pusteblume.

Gerald Niedeggen schreibt zu seinem Vortrag:

Unsere Gesellschaft hat sich in den letzten Jahren drastisch verändert. Wie alles im Leben bringt diese Veränderung Vorteile, aber auch Nachteile mit sich.<!–more–>

Zunehmend mehr Kinder kommen mit diesen Veränderungen nicht zurecht. Sie verhalten sich zum Teil auffällig, sind eventuell aggressiv, unkonzentriert, unruhig, andere sind still und verschlossen. Häufig verknüpft sich dies mit Lernproblemen. Auffälligerweise trifft dieses Problem nicht selten Jungen und dazu meist sensible Kinder.

Wir Eltern verstehen diese Verhaltensweisen häufig nicht, missdeuten sie und ziehen falsche Schlüsse daraus. Die Beziehung ist gestört. In meinem Vortrag möchte ich die möglichen Hintergründe und Reaktionen des Kindes verständlich machen und unser Verhalten darauf als Eltern bzw. Erwachsene aufzeigen.

Und schließlich – was können wir tun, erzieherisch wie therapeutisch?

„Ich sehe nur mit dem Herzen gut“- Darin liegt ein wichtiger Schlüssel des Verstehens. (Du verhälst dich im Moment zwar unmöglich, aber ich verstehe, was in dir vorgeht).
Werden die Kinder erst in der Schule auffällig, so entsteht großer Druck und Handlungsbedarf und eine Stigmatisierung des Kindes. Nicht selten ist die „Karriere“ vorprogrammiert. Die Lösung ist für mich nicht die medikamentöse Therapie (z.B. Ritalin bei ADHS-Kindern). Wenn wir früh genug das Problem erkennen, angehen und Hilfe annehmen, so ist meine Erfahrung, dass in den allermeisten Fällen eine deutliche Besserung bis zur Heilung gelingt. Dies ist auch für mich der Grund, warum ich mich an Kindergärten wende.

Wehret den Anfängen. Nur wo fangen wir an? Am sinnvollsten bei uns selbst – die beste Erziehung ist die Selbsterziehung. Auch dafür möchte ich wertvolle Anregungen geben.

Zu der Veranstaltung sind alle Eltern herzlich eingeladen!

Ihre Gertrud Ostermann

Eine Zwischenbilanz

Die drei Kindertageseinrichtungen hier vor Ort haben sich zunächst im April 2007 einzeln beworben und dann als Verbund. Der Bewerbung wurde vom Kreisjugendamt zugestimmt und wir können uns seit August 2007 „Familienzentrum Lügde“ nennen. Bis zur Zertifizierung ist es noch und war es auch schon ein gutes Stück Arbeit. Es gibt viele zusätzliche Termine und es muss eine Menge zusätzlich organisiert werden – hier ein kleiner Überblick:<!–more–><ul> <li>Am 8. Mai 2007 gab es ein erstes Gespräch mit den Leiterinnen und den Trägern. Es wurde dann eine Kooperationsvereinbarung geschlossen und eine Lenkungsgruppe gebildet, die sich regelmäßig trifft.</li> <li>Bis Mitte Februar 2008 stand noch nicht fest, wer die Zertifizierung der Familienzentren in diesem Jahr vornimmt. Ebenso war der Termin für die Bewerbung zur Zertifizierung bis dahin offen. Der genaue Termin für die Zertifizierung steht auch jetzt noch nicht fest.</li> <li>Mittlerweile ist allerdings klar, dass wie in der Pilotphase PädOUIS die Zertifizierung vor nimmt. PädOUIS steht für: Pädagogisches Qualitäts-Informations-System und ist ein Kooperationsinstitut der Freien Universität Berlin.</li> <li>Die Anmeldung soll spätestens bis zum 31.3.2008 an PädQUIS geschickt werden. Das ist hier auch schon durch Frau Buhr, von der Stadtverwaltung Lügde, geschehen.</li> <li>Wir haben uns für die 2. oder 3. Zertifizierungswelle angemeldet, das heißt der Fragebogen zur Selbstevaluation, die Belegmaterialien und Dokumentationen müssen bis zum 31.5. 2008oder bis zum 31.7.2008 eingereicht werden.</li> <li>Der Evaluationsbogen ist auf der Grundlage der Gütesiegel-Broschüre von PädQUIS erstellt worden und liegt uns seit gestern vor. Dieser muss von uns ausgefüllt und bearbeitet werden und alle Belegmaterialien müssen beigefügt werden. Dazu haben wir am 3.4.2008 noch einmal Dr.Harmsen, unseren Coach eingeladen, damit wir auch sicher gehen können, dass unsere Unterlagen vollständig sind.</li> <li>Nach der Prüfung der Unterlagen wird eine Prüfung vor Ort stattfinden. Und dann hoffen wir, dass wir auch zertifiziert werden.</li></ul>Ihre Angelika Rimmert

Was ist ein Familienzentrum?

Das Land Nordrhein-Westfalen (NRW) hat sich zum Ziel gesetzt, eines der kinder- und familienfreundlichsten Bundesländer zu werden. Aus diesem Grund fördert das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration (MFGGI) die Weiterentwicklung von Kindertageseinrichtungen zu Familienzentren.<!–more–>In den Familienzentren stehen Eltern und Kinder im Mittelpunkt. Das heißt, es gibt in einem Familienzentrum Angebote für Kinder, aber auch Angebote für Eltern. So bietet ein Familienzentrum zum Beispiel den Eltern Hilfe bei der Förderung und Erziehung ihrer Kinder an. Durch die Arbeit des Familienzentrums soll es auch möglich werden, dass sich “Familie und Beruf” leichter vereinbaren lassen.Das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration hat für die Familienzentren Mindeststandards festgesetzt. Nur wenn diese erreicht werden, erteilt das Land das Gütesiegel “Familienzentrum NRW”.Weitere allgemeine Infos finden Sie unter www.familienzentrum.nrw.de

Unsere Angebote für Sie!

Zu unseren Angeboten gehören:<ul> <li>Betreuung für Kinder unter drei Jahren</li> <li>Integrative Arbeit</li> <li>Ganztätige Betreuung mit Mittagessen</li> <li>Vermitteln von Tagespflege</li> <li>Zusammenarbeit und Unterstützung durch die Frühförderung</li> <li>Kennenlernen von anderen Kulturen</li> <li>Thematische Elternabende, zum Beispiel mit einem Kinderarzt oder einer Beratungsstelle</li><!–more–> <li>Wir besuchen mit den Kindern die Feuerwehrwache und die Polizeistation</li> <li>Zusammenarbeit mit Therapeuten</li> <li>Ersthelferkurse für Kinder, für Eltern</li> <li>Bewegungsangebote mit dem Sportverein</li> <li>Kennenlernen der Grundschule</li> <li>Lehrerbesuch in den Tagesstätten</li> <li>Rückenschule</li></ul>Neben den gemeinsamen Angeboten des Familienzentrums steht die pädagogische Arbeit am Kind im Mittelpunkt. Wir bieten an:<ul> <li>Gezielte Sprachförderung</li> <li>Bildungsdokumentation</li> <li>Elterngespräche</li> <li>Schulvorbereitung</li> <li>Aktive Elternarbeit</li> <li>Projekte, Ausflüge und vieles mehr</li></ul>Sind Sie neugierig geworden? Besuchen Sie uns!

Wir über uns

Wir, die Kindertagesstätten Tausendfüssler, Sankt Marien und Pusteblume haben uns zu einem Familienzentrum zusammengeschlossen; es heißt “Familienzentrum Lügde”.Unser Selbstständigkeit als Kindertagesstätten behalten wir dabei. Als Familienzentrum können wir jedoch besser unsere Angebote untereinander abstimmen. Ganz wichtig ist, dass wir Ihnen liebe Eltern und Kinder dadurch mehr und verschiedene Leistungen anbieten können.<!–more–>